Moderne Milchviehhaltung in mittelgrossen Betrieben

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Zufrieden schauen die Tiere im hellen Boxenlaufstall auf dem Betrieb von Thomas Näf aus. Gerade hat der festinstallierte automatische Futtermischwagen die erste von täglich acht Runden gedreht und die 50 Tiere umfassende Herde mit Nahrung versorgt.

Von dem im Oktober 2015 in Betrieb genommenen Stall spricht der 26-jährige Betriebsleiter voller Überzeugung. „Die Arbeitsabläufe sind jetzt sehr viel rationeller. Vor allem, weil wir im neuen Stall stärker Maschinen einsetzen können, insbesondere für die Futterverteilung und beim Melken. Das verschafft uns Zeit, in der wir zu den Tieren schauen können; und es ist generell ein Zugewinn an Flexibilität“, erklärt Thomas Näf beim Gang durch den Stall.

Die Rolle der Fütterung

Die Zeit scheint gut investiert, wie der Blick auf die Gesundheits- und Leistungsdaten der Herde zeigt, die aus Holstein-, Red-Holstein- und Braunvieh-Kühen besteht. Fruchtbarkeit, Milchleistung und Fett- und Eiweisswerte sind solide, mit guter Tendenz. Dazu trägt auch eine konsequent wiederkäuergerechte Fütterung ergänzt durch hochkonzentriertes Kraftfutter bei. Pro Tag sind die Tiere zwei Stunden auf der Weide. Die Boxen wurden mit Sandwabenrost erstellt, um die Hygiene zu verbessern.

In den elterlichen Betrieb, den er heute mit seiner Mutter Agnes führt, ist Thomas Näf direkt nach der Ausbildung zum Landwirt EFZ eingestiegen. Seitdem verfolgt er seine Ziele mit Ruhe und Beharrlichkeit. Bereits bei der Erweiterung um einen Stall für Mastkälber im Jahr 2006, der sich unweit des Stammbetriebs befindet, wirkte er mit. Dann folgte der Neubau des Stalls für Milchvieh. Zum Betrieb gehören heute neben dem Milchviehbereich und der Kälbermast mit 60 Tieren eine Kälberaufzucht, Hühnerhaltung und eine Lohnunternehmung für Futterkonservierung.

Zielstrebig – auch im Sport

Stehenbleiben ist trotz des Erreichten keine Option: Ein Hochsilo für den betriebseigenen Mais steht auf der To-Do-Liste, ebenso die Weiterbildung zum Betriebsleiter Landwirtschaft und dereinst auch die Prüfung zum Meisterlandwirt. Organisationstalent ist gefragt, um bei all diesen Projekten den Überblick zu behalten. Thomas Näf hat es, und zudem die Zielstrebigkeit, seine Vorhaben umzusetzen. Vielleicht kommt Letztere ja auch von seinem sportlichen Hobby: Er ist begeisterter Seilzieher und weilte vor Kurzem mit der Schweizer Equipe an internationalen Wettkämpfen im britischen Southport.

Tag der offenen Tür am 5. November, von 10 bis 16 Uhr, auf dem Betrieb Näf, Brandholz 1, Buttwil AG. Festwirtschaft, Beratung zu Melk- und Stalltechnik. Gern heissen wir Sie an unserem Stand willkommen.

 

Helge Landberg, Redaktor