Der Schweinedarm – Schaltstelle für Gesundheit und Wachstum

Als grösstes Organ des Immunsystems beeinflusst der Darm mit seiner dazugehörenden Flora die Gesundheit der Schweine massgeblich. Schätzungsweise 80% der Zellen des Immunsystems befinden sich im Darm. Die Darmflora ist aus mehr als 400 verschiedenen Bakterienstämmen zusammengesetzt. Bei einem ausgewachsenen Schwein geht man von rund 1 kg Gesamtmasse Keime in seinem Körper aus.

Der Darm braucht Keime

Im Darm übernehmen Keime wichtige Funktionen beim Aufschluss von rohfaserreichen Futtermittel zu energiereichen Fettsäuren, bei der Bereitstellung von Verdauungsenzymen und der Vitaminversorgung. Gut ausgebildete Darmzotten sind für die Nährstoffabsorption und die Enzymaktivität von entscheidender Bedeutung.

Früher Aufbau des Darm-Profils

Die ungeborenen Ferkel haben noch einen sterilen Darm. Während der Geburt nehmen die Ferkel in der Scheide der Sau erste wichtige Bakterien auf und erhalten anschliessend mit dem Kolostrum lebenswichtige Antikörper gegen schädlich Keime. Jedes Tier entwickelt dann in der Säugezeit sein eigenes Darm-Profil. Dies ist abhängig von der Fütterung, dem Kontakt zu Umweltkeimen, der Gesundheit der Mutter, den Medikamentengaben, der Stallhygiene und weiteren Faktoren. Beispielsweise kann ein übermässiger Körperfettabbau der Sau zu einer Störung des Darmaufbaus der Ferkel führen. Die im Körperfett gespeicherten Gifte werden durch den Abbau freigesetzt und gelangen durch die Milch ins Ferkel. Diese Giftstoffe können anschliessend die Entwicklung der Darmflora stören.

Wie fördert die Granovit mit dem Futter die Darmgesundheit?

Verdaulichkeit der Faserkomponenten:

Bei der Formulation der Futter werden sowohl baketeriell fermentierbare Faserkomponenten, welche dem Schwein zur Verfügung stehen, wie auch sättigende, nicht gut verdauliche Faserkomponenten kombiniert. Dies fördert die nützlichen Bakterien im Dickdarm und führt zu ruhigeren Tieren.

Ausgewählte Futterzusätze:

In den Maxiplus Linien bei den Zuchtsauen, Ferkel und den Mastschweinen fördert ein spezifischer Zusatz den Aufbau einer gesunden Magen- und Darmflora. Mit dem Zusatz von gutartigen Bakterienstämmen werden die schädlichen Keime im Darm geschwächt, wodurch der Darm besser arbeiten kann und die Futterverwertung verbessert wird. Im Bereich der Zuchtsauen wird mit der Beimischung eines probiotischen Zusatzes zudem eine gute Darmpassage und weicher Kot gefördert.

Maria Schaffner, Technischer Dienst Schweine