Erfolgreich gegen HIS ankämpfen

Die Krankheit HIS stellt viele Schweizer Schweinemastbetriebe vor grosse Herausforderungen. Erfahren Sie mehr, was gegen die Problematik gemacht und wie die Fütterung angepasst werden kann, um die Situation zu entschärfen.

Was ist HIS?

HIS ist die Abkürzung für Hämorrhagisches Intestinal-Syndrom. Aufgrund einer Aufgasung des Dickdarms kommt es zu einer Drehung des gesamten Darmpaketes um den Aufhängeapparat. Durch die Darmdrehung werden die Darmvenen abgedrückt. Der venöse Blutfluss aus dem Darm funktioniert nicht mehr und es kommt zu einer Verblutung im Darm. Durch die fehlende Durchblutung der restlichen Organe kommt es zu einem Multiorganversagen. HIS kann durch viele verschiedene Faktoren begünstigt werden. Eine abschliessende Erklä­rung für die Entstehung der Krankheit gibt es bis heute nicht. Liegt ein HIS-Problem auf dem Betrieb vor, sind folgende Faktoren zu überprüfen:

  • ​​​​Hygiene (insbesondere die Fütterungshygiene)
  • Fütterung
  • Management der Tiere
  • Genetik

Wie kann ich meine Tiere vor HIS schützen?

Es gibt mehrere Faktoren, die das Auftreten von HIS beeinflussen können. Durch Optimierungen im Ma nagementsystem können viele Stressfaktoren vermieden werden. Insbesondere die Mastintensität sollte auf einem optimalen Niveau gehalten werden. Eine zu intensive Mast begünstigt das Auftreten von HIS. Im Zusammenhang mit der HIS Problematik sollte auch immer die Wasserqualität überprüft werden. Gute Erfolge konnten mit einer Wasserdesinfektion erzielt werden. Die Fütterungshygiene spielt im Zusammenhang mit HIS eine grosse Rolle. Eine regelmässige Reinigung der Futtersilos, des gesamten Flüssigfütterungssystems und der Futterautomaten sind unumgänglich. Zudem wird empfohlen die Futtersilos, sowie die Futterautomaten regelmässig leer laufen zu lassen. Beim Einsatz von Schotte ist auf eine ausreichende Stabilisierung des Produkts zu achten. Mengenmässig sollte der Anteil Schotte in der Ration nicht mehr als 25 % der Trockensubstanz betragen. Bei höheren Schotte-Gaben gelangt vermehrt Laktose unverdaut in den Dickdarm und erhöht das Risiko für Blähungen. Unterstützung in Sachen Fütterungshygiene bietet GRANOVIT mit einem eigenen Silo-Reinigungsdienst und einem Hygienekonzept für Flüssigfütterungsanlagen an.

Vorteile der GRANOVIT MAXI-Linien in Bezug auf HIS

  • Gehalt und die Verdaulichkeit der Fasern werden berücksichtigt, damit die Tiere besser gesättigt sind und die Gefahr des „Überfressens“ vermindert wird.
     
  • Bakterien und spezifische Futtersäuren werden hinzugefügt, um den Keimdruck im Darm zu reduzieren. Das Futter kann besser verdaut werden und staut sich nicht an. Zudem wird durch den Einsatz von probiotischen Bakterien und Futtersäu­ren eine gesunde und stabile Darmflora erreicht.
     
  • Mastfutter werden hitzebehandelt und hygienisiert. Damit werden schlechte Keime eliminiert.
     
  • Granovit produziert Futter mit einem optimalen Vermahlungsgrad der Rohkomponenten und mit einer optimalen Futterstruktur. Eine zu feine Vermahlung steigert die Passagerate im Darm und begünstigt somit das Vorkommen von HIS.


Haben sie weitere Fragen zum Thema HIS? Ihr Verkaufsberater der Region oder der Technische Dienst Schweine der Granovit geben Ihnen gerne Auskunft.


Fabienne Brägger & Tamlyn Maclear, Technischer Dienst Schweine